Osteopathie für Babys und Kinder

Bei Babys und Kindern arbeiten wir besonders ruhig und zurückhaltend. Die Untersuchung und Behandlung wird an Alter, Entwicklung und Reaktion des Kindes angepasst. Kräftige oder ruckartige Techniken stehen dabei nicht im Vordergrund.

Eltern kommen beispielsweise zu uns, wenn ihnen eine deutliche Kopfvorzugsseite oder eine auffällige Asymmetrie bei Bewegungen ihres Kindes auffällt oder wenn bereits kinderärztlich abgeklärte Beschwerden begleitend osteopathisch betrachtet werden sollen.

Fachlich verantwortlich: Laura Blacher, Osteopathin M.Sc. und Heilpraktikerin · zuletzt aktualisiert im September 2026

Wann Eltern mit ihrem Kind zu uns kommen

Gerade bei Säuglingen ist es wichtig, zunächst zu unterscheiden, was Teil einer normalen Entwicklung ist und was weiter untersucht werden sollte.

Eltern wenden sich beispielsweise an uns bei:

  • einer ausgeprägten Kopfvorzugsseite oder auffällig einseitigen Bewegungen
  • Schwierigkeiten beim Drehen des Kopfes zu einer Seite
  • bereits abgeklärten Auffälligkeiten der Bewegungsentwicklung
  • Beschwerden oder Bewegungseinschränkungen nach Verletzungen oder medizinischen Eingriffen
  • dem Wunsch nach einer begleitenden osteopathischen Untersuchung bei bereits kinderärztlich eingeordneten Beschwerden

Bei neuen oder ungeklärten Beschwerden sollte Ihr Kind zunächst kinderärztlich untersucht werden. Osteopathie ersetzt weder die kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen noch eine notwendige medizinische Diagnostik oder Behandlung.

Wie eine Behandlung abläuft

Sie bleiben während des gesamten Termins bei Ihrem Kind. Ein Säugling kann auf der Liege liegen, auf Ihrem Arm bleiben oder zwischendurch gefüttert und beruhigt werden.

Zu Beginn sprechen wir über den Anlass des Termins, die bisherige Entwicklung und – wenn es für die aktuellen Beschwerden relevant ist – auch über Schwangerschaft und Geburt.

Anschließend untersuchen wir Ihr Kind ruhig und mit angepasstem Druck. Dabei achten wir unter anderem auf Beweglichkeit, Seitenunterschiede und die Spannung der Muskulatur und des umgebenden Gewebes.

Die Behandlung richtet sich danach, was wir bei der Untersuchung finden und wie Ihr Kind darauf reagiert. Bei Säuglingen bestimmt nicht die Uhr die Dauer der Behandlung. Wenn wir merken, dass es für Ihr Kind genug ist, beenden oder unterbrechen wir die Behandlung entsprechend.

Zum Abschluss besprechen wir unsere Beobachtungen mit Ihnen und – wenn sinnvoll – was Sie im Alltag beachten können.

Was Sie zum Termin mitbringen können

Hilfreich sind das gelbe Untersuchungsheft und vorhandene kinderärztliche oder andere medizinische Befunde. Bringen Sie außerdem einfach das mit, was Ihr Kind während eines normalen Ausflugs braucht – beispielsweise Nahrung, Windeln oder einen vertrauten Gegenstand zur Beruhigung.

Planen Sie nach Möglichkeit etwas Luft rund um den Termin ein. Gerade mit einem Säugling muss nicht alles nach Zeitplan funktionieren.

Wann Sie mit Ihrem Kind zuerst zum Arzt sollten

Akute oder ungeklärte Beschwerden bei Säuglingen und Kindern gehören zunächst in kinderärztliche Hände. Das gilt insbesondere bei Fieber oder deutlichem Krankheitsgefühl, Trinkschwäche, ungewöhnlicher Teilnahmslosigkeit, Atemproblemen, wiederholtem Erbrechen, Krampfanfällen, plötzlich auftretenden neurologischen Auffälligkeiten oder nach einer stärkeren Verletzung.

Wenn wir während unserer Untersuchung etwas feststellen, das weiter medizinisch abgeklärt werden sollte, sprechen wir das mit Ihnen offen an.

Der Termin

Ein Termin dauert bis zu 45 Minuten und kostet 100 €. Darin enthalten sind Gespräch, Untersuchung und Behandlung. Für den ersten Termin berechnen wir keinen zusätzlichen Aufpreis.

Die Bezahlung erfolgt bei uns per Karte. Informationen zur möglichen Erstattung durch gesetzliche und private Krankenversicherungen finden Sie unter Preise und Erstattung.

Laura Blacher behandelt am Markt in Fürstenberg/Havel. Aus Neustrelitz und Gransee sind es mit dem Auto rund 25 Minuten. Parkplätze gibt es direkt vor der Tür.

Häufige Fragen

Tut das meinem Baby weh?

Nein. Der Druck ist sehr leicht — vergleichbar mit dem, was Sie beim Halten Ihres Kindes ohnehin ausüben. Unruhe während der Behandlung hat meist mit Hunger oder Müdigkeit zu tun, nicht mit Schmerz.

Ab welchem Alter ist das möglich?

Ab den ersten Lebenswochen, sofern die Kinderärztin das Kind gesehen hat und keine akute Erkrankung vorliegt.

Wie viele Termine sind üblich?

Bei Säuglingen oft weniger als bei Erwachsenen. Wenn sich nach zwei bis drei Terminen nichts verändert, sagen wir Ihnen das und suchen gemeinsam nach einem anderen Weg.

Verwandte Beschwerdebilder

Dieser Text ersetzt keine ärztliche Abklärung. Bei neuen, starken oder ungeklärten Beschwerden wenden Sie sich bitte zuerst an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt.