Nach einer Operation verändert sich das Gewebe im Bereich des Eingriffs. Narben gehören zum normalen Heilungsprozess und verursachen häufig keinerlei Beschwerden. Manchmal bleiben jedoch Spannungsgefühle, eine erhöhte Empfindlichkeit oder Einschränkungen der Beweglichkeit zurück.
In der osteopathischen Behandlung können wir uns mit diesen Veränderungen beschäftigen – vorausgesetzt, die Wunde ist vollständig verschlossen und ausreichend verheilt.
Fachlich verantwortlich: Malte Waider und David Ragg, Heilpraktiker und Osteopathen · zuletzt aktualisiert im September 2026
Warum Narben bei der Untersuchung eine Rolle spielen können
Haut, Unterhaut, Muskulatur und Bindegewebe müssen sich bei Bewegung gegeneinander verschieben können. Durch eine Operation und die anschließende Narbenbildung können sich die Eigenschaften des Gewebes im betroffenen Bereich verändern.
Das muss nicht zwangsläufig Beschwerden verursachen. Wenn jedoch seit einer Operation Spannungsgefühle oder Bewegungseinschränkungen bestehen, kann es sinnvoll sein, die Narbe und das umliegende Gewebe in die Untersuchung einzubeziehen.
Das gilt nicht nur für frische Narben. Auch ältere Operationsnarben können wir untersuchen, wenn sie im Zusammenhang mit den aktuellen Beschwerden eine Rolle spielen könnten.
Wie wir untersuchen und behandeln
Zunächst möchten wir wissen, welcher Eingriff durchgeführt wurde, wie die Heilung verlaufen ist und welche Beschwerden seitdem bestehen.
Anschließend untersuchen wir die Narbe selbst sowie das umliegende Gewebe und die Beweglichkeit der betroffenen Region.
Die Behandlung erfolgt mit langsamen, individuell dosierten manuellen Techniken. Dabei geht es nicht darum, Narbengewebe „aufzubrechen“, sondern Beweglichkeit und Verschieblichkeit des Gewebes zu untersuchen und – wenn sinnvoll – manuell daran zu arbeiten.
Je nach Eingriff beziehen wir auch angrenzende Bereiche mit ein. Nach einer Operation am Bauch können beispielsweise Bauchwand, Brustkorb und Wirbelsäule Teil der Untersuchung sein. Nach einer Operation an Hüfte oder Knie kann zusätzlich interessant sein, wie sich Beweglichkeit und Belastung beim Stehen und Gehen verändert haben.
Wann wir noch nicht behandeln
Eine Behandlung im Bereich einer Operationsnarbe sollte erst erfolgen, wenn die Wundheilung ausreichend fortgeschritten ist.
Nicht direkt an der Narbe behandeln wir insbesondere bei:
- offenen oder noch nicht vollständig verschlossenen Wunden
- nässenden oder wieder aufgegangenen Wunden
- deutlicher Rötung, Überwärmung oder zunehmender Schwellung
- Verdacht auf eine Infektion oder Fieber
- ungeklärten neuen oder deutlich zunehmenden Beschwerden nach einer Operation
Wenn Sie sich noch in der unmittelbaren ärztlichen Nachbehandlung befinden oder für den operierten Bereich bestimmte Belastungs- oder Bewegungsvorgaben gelten, richten wir uns danach. Im Zweifel sollte vorher mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt geklärt werden, ab wann eine manuelle Behandlung sinnvoll ist.
Der Termin
Ein Termin dauert 40–45 Minuten und kostet 100 €. Darin enthalten sind Gespräch, Untersuchung und Behandlung. Für den ersten Termin berechnen wir keinen zusätzlichen Aufpreis.
Die Bezahlung erfolgt bei uns per Karte. Informationen zur möglichen Erstattung durch gesetzliche und private Krankenversicherungen finden Sie unter Preise und Erstattung.
Die Praxis liegt am Markt in Fürstenberg/Havel und ist barrierefrei zugänglich — Parkplätze direkt vor der Tür, zehn Minuten zu Fuß vom Bahnhof.
